Kreative Pausen und andere Komponenten der Schriftstellerei – Die Sicht eines Laien – Teil I

Vorerst tut es mir Leid, dass keine Leseprobe hochgeladen wurde. Bitte verzeiht mir. Aber dafür kommt dies hier.

Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, wird wissen, dass ich mir von Mitte Februar bis 1. April einen Schreibmarathon zugemutet habe. Hierbei habe ich versucht, täglich mindestens fünf Seiten aufs Papier zu bringen. Egal, ob es nun tatsächlich für den Roman war oder einfach Notizen für selbigen. Ich muss ehrlich gesagt gestehen, dass ich nicht jeden Tag in der Lage war, ganze fünf (A5-)Seiten zu schreiben. Manchmal waren es weniger, manchmal keine. Doch mein Ziel war, in diesem Zeitraum in etwa 150 Seiten zu schreiben, was mir gelang. Deshalb ist es dennoch als Erfolg zu verbuchen. Das Ende meines ersten Romans war am 1. April zum Greifen nahe.

Doch nun das. Seit dem Ende des Schreibmarathons habe ich keine einzige Seite mehr hinzugefügt. Warum? Ich weiß nicht wieso, aber ich konnte mich einfach nicht dazu aufraffen. Eineinhalb Monate konsequent zu schreiben, ob man nun will oder nicht, ist ganz schön schwere Arbeit. Besonders, wenn dabei die Qualität nicht in Mitleidenschaft gezogen werden soll. Ich habe mein Hirn teilweise stundenlang zermartert, bis in die tiefe Nacht geschrieben (nachts schreibt es sich finde ich ohnehin am besten … wahrscheinlich, weil man schwer von etwas abgelenkt wird) und dann ging es am nächsten Tag wieder weiter. Ob es nun dieser Druck war, dieses „heute muss ich schon wieder fünf Seiten schreiben“ gleich zu Beginn des Tages oder ob meine geistige Materie einfach ausgelaugt und zu Rührei verarbeitet war, kann ich nicht sagen. Aber seit dieser Pflichtgedanke verschwunden ist, habe ich anscheinend inoffiziell Urlaub von meinem Roman genommen. Dabei habe ich jedoch eins bemerkt, als ich mich vor kurzem wieder dazu gesetzt habe:

Mann, war das wieder geil!

Verzeiht meine Ausdrucksweise, aber die Euphorie in meinen Adern kochte in den Stunden wieder so hoch, wie seit langer Zeit schon nicht mehr. Es hat wieder so Spaß gemacht und gerade das soll es ja! In diesen Tagen des Nichtstuns habe ich wieder Ideen gesammelt und vor allem, da ich das Ende selbst noch nicht kannte (bitte dieses Wort geistig ebenfalls zu unterstreichen), war es wie ein aufgestauter Druck, den ich endlich wieder loswerden konnte. Ein Höhepunkt der Gefühle und das wollte ich euch jetzt einfach mal mitteilen. Wären diese Tage nicht gewesen, in denen ich mich einfach von meinem Roman entfernt habe, wäre ich wohl nie auf ein geeignetes Ende gestoßen, das jedoch noch nicht verfasst worden ist. Da fehlen mir dann doch noch ein paar Seiten, aber keine Bange, heute werde ich wahrscheinlich noch weiterschreiben. Ich bin gerade im „Flow“, wenn man so will.

Deshalb kam auch keine Leseprobe online. Ich hatte nicht einmal die Lust, das Dokument zu öffnen und es zu lesen. Der Abstand, den ich gewonnen hatte, hat sich jedoch mehr als gelohnt. Wenn ich jemanden enttäuscht habe, bekommt dieser jetzt eine dicke Entschuldigung von mir!

Entschuldigung

Nebenbei habe ich in meinem Blog eine Über mich-Seite erstellt, genannt Habe Die Ehre!. Sie beschreibt in kurzen Worten, worum’s hier geht und so etwas fehlte hier bis jetzt. Außerdem werde ich ab jetzt jeden Sonntag einen Eintrag posten, damit sich hier was tut 😉

 

Kreativität. Dieser Text hat eine der drei Komponenten bereits verraten, die ich in meinem nächsten Beitrag ansprechen werde. Drei Komponenten, die ich als äußerst wichtig empfinde, um etwas Brauchbares zu verfassen. Teil II folgt nächsten Sonntag!

Liebe Grüße,

Vincent Theodor Thomas

2 Kommentare zu „Kreative Pausen und andere Komponenten der Schriftstellerei – Die Sicht eines Laien – Teil I

  1. Du bist echt ein Wahnsinn! Hoffe, diese Selbstdisziplin wendest du in allen Lebenslagen an! Urlaub braucht man von allem mal, kurz Abstand gewinnen, so sieht man oft ganz andere, neue Aspekte. Und du kannst echt stolz auf dich sein, dass du so bei der Stange bleibst! Solche Urlaube können sonst schnell ausarten (hab grad mit Schrecken festgestellt, dass mein Schreiburlaub bereits 8 Jahre alt ist, somit schon die Hälfte der Volksschule hinter sich hat und schreiben und rechnen kann).
    Also halt dich ran, kanns kaum noch erwarten 😉

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