Nach Glück streben

Nach Glück streben

Missmut beißt ins Herze mein,
verwandelt Körper mir in Stein,
bringt kreative Säft zum Stocken,
beschwört d’Wüst in mir so trocken.

Fühl mich hier gar verloren,
vom Pech der Welt auserkoren.
Meine Händ sind leer, nicht zu fassen:
Wie konnt ich es nur loslassen?

Finden werd ich’s noch heut,
wirst schon sehn und staunen!
Bald’s mein, lass’s nie mehr gehn,

halts ganz fest; sofort bereut!
Kein Glück in d’Ödnis, nur noch Raunen;
werd ich’s jemals wiedersehn?

Beim Streben nach dem Glück,
gibt’s weder vor, noch zurück.
Jage und es wird stets entkommen,
lass in Ruh, nur so wird’s gewonnen.

Ist nicht da als Sklave dein,
sondern als Gefährt‘ von allem Sein.
Glück gehört nur eins: geteilt,
solange man auf Erden verweilt.

~ Vincent Theodor Thomas

 

2 Gedanken zu “Nach Glück streben

  1. Schönes Gedicht. Aber warum so viele Apostrophe?
    Das sieht fürchterlich aus, wenn du „d’Ödnis“ oder „d’Wüst“ oder „in’s“ schreibst (das letzte ist auch tatsächlich falsch, das kriegt keinen Apostroph).

    Ich habe mir das Gedicht eben laut vorgelesen, ohne die Hälfte der Wörter abzukürzen, und das Versmaß scheint darunter nicht wirklich zu leiden. 😉

    Gefällt 1 Person

    1. Hihi, so eine Reaktion habe ich mir fast erwartet 😀
      Es war als kleines Experiment gedacht, einen etwas umgangssprachlicheren Schreibstil zu verwenden. Ich habe in letzter Zeit öfters versucht, das Gesprochene neutraler zu betrachten – also wie jemand, der kein Muttersprachler ist. In der deutschen Sprache gibt es zwar keine Liaison wie bei den Franzosen – außerhalb der Sprache natürlich schon 😛 -, aber eine schlampige oder umgangssprachliche Aussprache führt häufig zu so Wortklumpen wie „dWüste“, „indÖdnis“, anstelle von „die Wüste,“ oder „in der Ödnis“. Das wollte ich irgendwie veranschaulichen und die Apostrophe sind dabei nur übersichtshalber 😉

      Und du hast nicht ganz unrecht, dass man nicht „in’s Herze“ schreibt. In der Regel spart man sich dieses Apostroph und würde nur „ins“ schreiben, da es eben eine bereits allgemein übliche Verschmelzung von „in“ und „das“ ist. Per se ist es nicht falsch, eines zu setzen, nur eben unüblich. Aber da ist eben der Gaul mit mir durchgegangen 🙂

      Tut mir leid, wenn meine Apostrophe deinen Augen wehgetan haben ^^

      LG,
      VTT

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