Festtagsleid

winter-waldbild

Jedes Jahr zur gleichen Zeit dasselbe Leid:
Mutter mästet wie gewohnt anstandslos –
Gottogott, kein Platz mehr da in meiner Hos –,
Dass die Wampe steht und der Magen schreit.

Doch wenn es uns gar so vorzüglich schmeckt,
Da schaufelt man wie wild in sich hinein,
Und kennt weder ein Halten noch freches Nein.
Nenn mir wen, der da nicht verstummt im Eck?

Danach, mein Freund, finden Kekse immer Platz –
O Lebkuchen, mein allerliebster Schatz –
Bringen dich dem Bersten zwar immer näher,

Jedoch, wie du weißt, ist die Gier ein Hund
Und führt dir immerzu die Finger zum Mund.
Jeglich Bewegung wird immer zäher!

~ Vincent Theodor Thomas

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