Archiv der Kategorie: Gedichte

Der Tag nach der Weihnacht

weihnachten 2015

Letzte Nacht war ein fröhliches Beisammensein,
mit Spiel und Spaß im Kerzenschein.
Die Männer siegten so gut wie nie,
scheinbar hatten wir ’ne Gewinn-Allergie.

Canapés, Kekse, Chips, Bier und Wein,
heute habe ich eine unverwechselbare Ähnlichkeit zu einem Mastschwein.
Ich kugle mühsam wie ein Medizinball aus dem Bett,
knalle lautstark auf den Boden, fühl mich rund und fett.

Heute fällt mir das Atmen sichtlich schwer,
kein Wunder, wenn der Magen auf die Lunge drückt so sehr.
Trotzdem kenne ich kein nein
und lasse mich auf ein ausgiebiges Frühstück ein. Der Tag nach der Weihnacht weiterlesen

Frohe Weihnachten

Der Zug, er rumpelt unbeeindruckt von dieser besinnlichen Zeit.
Ich fahr nach Hause, auch wenn es diese Weihnacht nicht schneit.
Ich schau‘ aus dem Fenster und frage mich, warum nicht Sommer ist?
Wär‘ ich in Australien, dann wär’s mir nicht kalt. So ein Mist!

Doch dann wäre ich auch nicht bei der Familie heut‘ Nacht,
und das ist doch das, was Weihnachten so schön macht.
Nicht die Geschenke, nicht die Kekse und die guten Speisen,
sich miteinander einen schönen Abend machen und die Zeit zu vertreiben. Frohe Weihnachten weiterlesen

Felder der Unschuld

Durch goldene Felder tanzen wir
Verfolgt vom kindlichen Glück
Begleitet von den Brüdern Zephirs
Pflücken wir die Blumen, Stück für Stück

Dies sind die Tage
Die wir nie vergessen werden
Ich weiß, ich werde nichts beklagen
Auf scheinbar fremden Erden

Im Kokon steht die Zeit still
Ruhig und leise weht der Wind
Ihr wisst, dass ich nirgends anders hin will
Doch tut so, als wär ich bloß ein dummes Kind

An der Hand werde ich hinfortgezerrt
Meine Wange, liebkost von einer bitteren Träne
Hinter Schloss und Riegel eingesperrt
Verwerfe ich erwachsen all meine Pläne

~ Vincent Theodor Thomas