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Das neue Cover ist da! … plus Überraschung!

Der Spiegel von Echenon

Zuallererst möchte ich ein riesiges Dankeschön an alle aussprechen, die so fleißig den Fragebogen ausgefüllt und mir konstruktive Kritik gegeben haben! Dass sich so viele Leute die Zeit dazu genommen haben, mir ihre Meinung kundzutun, imponiert mir sehr 😀
Im Großen und Ganzen war das Feedback sehr positiv und viele wirklich hilfreiche Verbesserungsvorschläge wurden gemacht. Das neue Cover ist da! … plus Überraschung! weiterlesen

Buchcover zu „Der Spiegel von Echenon“ & kleiner Fragebogen

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Geschichten aus Falensia – Der Spiegel von Echenon

Habe länger nichts von mir hören lassen; ziemlich uncool von mir, ich weiß.

Aber ich war keineswegs untätig, ganz und gar nicht! Ich habe meinen Roman erneut überarbeitet und bin zum ersten Mal seit Langem relativ zufrieden mit einem Entwurf für’s Cover. Was haltet ihr davon? Buchcover zu „Der Spiegel von Echenon“ & kleiner Fragebogen weiterlesen

Rückblick 2014

Beinahe ein ganzes Jahr ist vergangen, seit ich meinen allerersten Eintrag hier in die Weiten des Internets geschickt habe. Am 18. Januar habe ich mich hiermit angekündigt: Mein erster Eintrag

Viel ist seither geschehen. Das Werk wurde vollendet, zum zweiten Mal erfolgreich überarbeitet, eine Weltkarte auf Papier gebracht und eine kleine, aber feine Fangemeinde angesammelt – und ich freue mich über jeden Einzelnen von euch! Deshalb lasst uns dieses spannende Jahr gemeinsam Revue passieren. Hier sind meine Top 5 Einträge, über die ich besonders stolz bin, die ich als wichtig empfinde oder einfach Freude daran hatte, sie auszuarbeiten. Klickt einfach auf den Titel des Beitrages und ihr werdet prompt weitergeleitet 🙂 Rückblick 2014 weiterlesen

Der erste Anzi

Und ich lief durch die finstere Nacht, über Stock und über Stein, sprang über knöcheltiefe Pfützen hinweg und versuchte mich nach jeder Landung an meine neuen Beine zu gewöhnen. Jeder Schritt war ungewohnt und neu für mich, doch hier war ich nun, inmitten eines der wenigen Wälder, die Varn zu bieten hat und rannte wie ein Geisteskranker. Doch nicht ohne Grund, denn wäre ich stehengeblieben, hätten sie mir das Fell über die Ohren gezogen. Und Fell, bei den Göttern, hatte ich seit neuem mehr als genug. Ich war zu einer Bestie verkommen und hatte Schändliches getan. „Willst du, dass sie ebenso leidet, wie du es ihretwegen musstest? Willst du ihr das Herz aus der Brust reißen und genauso sorglos damit umgehen, wie sie es mit deinem tat?“, hatte er gefragt. Hätte ich gewusst, dass er dies wörtlich meinte, wäre ich niemals darauf eingegangen. Der erste Anzi weiterlesen

Die Königreiche von Hyderia

Lange hat’s gedauert und viel Aufwand steckt dahinter, doch schlussendlich konnte ich die Landkarte für meinen Roman doch noch vollenden. Ich muss zugeben, dass es viel Spaß gemacht hat, sie zu entwerfen. Einen Berg hier, einen Wald da, eine Insel in seltsamer Form inmitten der Tiefen des Ozeans und eine Zunge zwischen zusammengebissenen Zähnen. Ja, manchmal wirke ich nicht sonderlich ansehnlich, wenn ich mich konzentriere. Egal, genug abgeschweift … Die Königreiche von Hyderia weiterlesen

Ulrich

Man erzählt sich häufig Geschichten von einem alten Helden, der die Lande Hyderias bereist. Er bleibt nie lange an einem Ort, da seine Seele sich nach der Weite sehnt. Vor vielen Jahren verlor er seine Frau und ist nun stets auf Wanderschaft, auf der Suche nach etwas, das die Leere in seinem Herzen zu füllen weiß. Ulrich fühlt sich unvollständig, nicht komplett, seit Helena verstorben ist. Es ist so, als würde ein Teil von ihm fehlen. Ulrich ist ein alter Mann, mit dichtem Bart und langem Haar, der sein Selbstwertgefühl durch spannende Geschichten von seinen Heldentaten aufbessert. Er erzählt davon, dass er Drachen erschlagen, Menschenfresser gemeuchelt oder einen Überfall von Räubern überstanden und sie in die Flucht geschlagen hat. Kaum einer ahnt jedoch, dass der alte Kerl jedem nur Lügen auf die Nase bindet. Ulrich weiterlesen

Auszug aus Kapitel 6

Kapitel 6

Hoffnungslos

6

Das war ihm wohl nicht genug!“, meinte Ewa.

Das war ihm bestimmt nicht genug!“, gab Ulrich zurück.

Er kramte weiter in seinem Rucksack und warf der Bestie alles zu, das er noch so hatte: Ein Stück Brot, seine Decke, die Milchflasche – die klirrend zwischen dessen Zähnen zerbarst – und zum Schluss den Rucksack selbst, da Ulrich die Möglichkeiten ausgingen. Das Untier verschlang alles, egal ob schmackhaft oder nicht. Auszug aus Kapitel 6 weiterlesen

Kreative Pausen und andere Komponenten der Schriftstellerei – Die Sicht eines Laien – Teil II

Frohe Ostern!

So … Teil I war recht subjektiv und eher eine Beichte, als ein ernstzunehmender Artikel. Teil II jedoch wird auch nicht viel objektiver ablaufen. Erstens ist es nicht wirklich mein Stil, zweitens kann ich es nur aus meiner Sicht – aus der Sicht eines Laien – beschreiben. Also sollte dies berücksichtigt werden. Die Ratschläge können genauso hilfreich für euch sein, wie auch unnütz. Manche kann man sich gut selbst zusammenreimen, aber warum sollte man sich anstrengen, wenn man’s auch vorgekaut bekommen kann! Also wen es interessiert, kann gerne Teil I überspringen, falls dies nicht bereits passiert ist 😉

In Teil I habe ich davon gesprochen, wie es mir selbst dabei ergangen ist. Ich habe die letzten Monate sehr hart an meinem Werk gearbeitet und jeder, der einen guten Roman schreiben will, gibt sich für sein Ende natürlich doppelt so viel Mühe und möchte, dass alles stimmig und vor allem spannend endet. Kaum zu glauben, aber manchmal ist dies ermüdender als erwartet. Oftmals wird der Beruf des Schriftstellers hinuntergezogen (Beruf ist deshalb kursiv, weil ich es natürlich noch nicht – falls jemals – als Broterwerb ausübe). Es sei eine Arbeit für faule Personen, einfaches Geld für wenig Aufwand. FALSCH! Selbstverständlich gibt es viele, die eher auf Quantität als auf Qualität setzen und Bücher hinausschleudern wie die Briefträger ihre Post. Solche Werke verkaufen sich zwar oft auch dementsprechend, aber als ambitionierter Laien-Autor will man natürlich gleich von Beginn an alles Dagewesene übertrumpfen … oder zumindest nicht total versagen. Das laugt aus, is‘ klar ne?

Drei Komponenten will ich hier und jetzt ansprechen, die wirklich wichtig sind, um etwas Brauchbares zu verfassen (neben Zeit, der Idee, Grammatik etc. und anderen Dingen versteht sich) und jene will ich im Detail ansprechen.

Ehrgeiz

Ehrgeiz ist natürlich nie verkehrt. Oder doch? Nicht umsonst werden häufig gerade die Ehrgeizigen als Vorbilder genommen. Man setzt sich hohe Ziele und will diese natürlich auch erreichen. Doch betrachten wir das Wort einmal näher. Hmm … Darin stecken Ehre und auch das Wort Geiz. Geiz, oder auch Habsucht, ist die zweite der sieben Todsünden. Wer geizig ist, ist übertrieben sparsam und zeigt großen Unmut, seine Hab und Gut mit anderen zu teilen. Also kann man, wenn man so will, ohne Zweifel behaupten, dass Geiz etwas Schlechtes ist. Ehre hingegen ist zwar keine Todsünde, doch in manchen Fällen auch nicht gerade völlig positiv. Ehre kann man teilweise sehr mit dem sozialen Stand einer Person in Verbindung bringen. Viel Ehre → Toller Typ/Tolle Frau. Wenig Ehre → meh

Also ist Ehre einer der Faktoren, die dafür zuständig sind, wie wir unser Gegenüber behandeln. Jemand mit wenig Ehre wird jemanden mit viel eher in den Arsch kriechen, als umgekehrt (Bei Promis und Nicht-Promis kann man dies gut erkennen). Aber heißt es nicht, man soll jeden Menschen gleich behandeln? Na? Da kann man den Finger wieder einmal tadelnd erheben.

Kombinierend zusammengefasst lässt sich also behaupten, dass jemand, der sehr ehrgeizig ist, sich über andere erheben möchte. Eigentlich eine sehr selbstsüchtige Eigenschaft; man ist sehr auf sich selbst und seinen eigenen Vorteil fixiert. Das Allgemeinwohl ist dabei Nebensache. Man will mehr sein, man will besser sein, man will es allen zeigen.

Will, will, will. Dreifache Wortwiederholung. Ja! Nicht umsonst.

Der Wille

Ist der Wille da, einen Roman zu schreiben, ist der erste Stein auf dem Weg schon einmal zur Seite geräumt. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich in jungen Jahren diverse Geschichten begonnen und endlose und faszinierende Szenarien gesponnen habe, doch über Seite vierzig bin ich nur in den seltensten Fällen hinaus gekommen. Der Wille war eben nicht da, dies wirklich durchzuziehen. Gelesen ist ein Buch um einiges schneller, als geschrieben.

Doch sobald man diesen Willen gefasst hat und sich nicht unterkriegen lässt, beginnt erst der wahre Spaß des Schreibens. Ich will die zig Stunden gar nicht missen, in denen ich mich vor den Laptop geschnallt und ihn ewig nicht verlassen habe, nur um eine Geschichte loszuwerden. Sobald man einen Rhythmus gefunden hat, macht es richtig süchtig!

Du möchtest einen Roman schreiben? Dann knall dich vor den Bildschirm, geh‘ endlich aus Facebook oder dem sonstigen Blödsinn raus, der einen nur unnötig ablenkt und fang‘ einfach an!

Kreativität

Die dritte Komponente um etwas gutes zu schreiben ist wohl die, die man am wenigsten erzwingen kann und dabei wohl sogar die wichtigste! Kreativität ist eine launische Bestie. Manchmal Freund, manchmal Feind. Ich wage mich zu behaupten, dass sie es manchmal selbst nicht weiß. Sie kommt und sie geht, wie es ihr gefällt. Manchmal hat man wirklich einen Lauf und sprudelt vor Ideen nur so über, doch wenn die Quelle einmal versiegt, ist man etwas aufgeschmissen. Daran verzweifelt man oft. Ähnlich ging es mir jetzt nach meinem Schreibmarathon. Ich habe wirklich alles, das in meinem Kopf noch übrig geblieben ist, herausgekratzt. Danach war es plötzlich aus. Man steht plötzlich vor einer völlig ungewöhnlichen Situation. Doch die beste Lösung des Problems sind wohl kreative Pausen. Ich kann wirklich von Glück behaupten, dass ich bereits nach wenigen Tagen wieder Ideen hatte. Den Kopf freibekommen, indem man spazieren geht oder wieder mal das Buch in die Hand nimmt, in dem man schon seit Monaten auf Seite 320 steckt … so Zeug eben! Ganz wichtig dabei ist es, sich nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Manchmal sind die zehn Tage, an denen man nicht schreibt, wichtiger, als die, an denen man ackert wie ein Berserker. Bei der Schriftstellerei passiert viel mehr im Kopf als auf dem Papier.

Fazit

Eine dieser drei Komponenten ist launischer als die See, eine im Grunde genommen schlecht. Lasst euch davon jedoch nicht abschrecken! Doch auch wenn Ehrgeiz im eigentlichen Sinne sehr egoistisch wirkt, ist sie ein Kernelement des Erfolges. Auch wenn es im Abschnitt Ehrgeiz anders klang, ist Ehrgeiz sogar gut! Beinahe nur Menschen mit großem Ehrgeiz bringen es zu etwas! Egoismus hin oder her: Nur wer das Ungetüm in sich selbst schlagen kann, kann erwarten, das eines anderen zu bezwingen. Also ruhig ehrgeizig sein und nicht resignieren! Greift nach den Sternen, sie gehören euch!

Doch das Allerwichtigste ist wohl der Wille. Wille und Ehrgeiz gehen häufig Hand in Hand, doch der Wille etwas zu beginnen und der Wille etwas zu beenden sind im Bewusstsein des Menschen leider zwei völlig verschiedene Dinge. Ersteres kann man sehr mit dem Drang etwas zu Schaffen verbinden. Wir alle wollen etwas schaffen. Ein Bild malen, ein Gedicht schreiben, ein Auto restaurieren, und so weiter. Es liegt in unserer Natur. Wir Menschen erschaffen Dinge, weil wir es wollen, weil es uns Spaß macht! Doch leider ist etwas anzufangen, einfacher, als etwas zu beenden. Rückschläge, Seitenhiebe oder einfach mangelnde Lust sind Unholde die am Wegrand auf uns lauern, doch tut euch den Gefallen, und zieht euer Ding durch! Später werdet ihr euch dankbar dafür sein!

Liebe Grüße,

VTT

Kreative Pausen und andere Komponenten der Schriftstellerei – Die Sicht eines Laien – Teil I

Vorerst tut es mir Leid, dass keine Leseprobe hochgeladen wurde. Bitte verzeiht mir. Aber dafür kommt dies hier.

Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, wird wissen, dass ich mir von Mitte Februar bis 1. April einen Schreibmarathon zugemutet habe. Hierbei habe ich versucht, täglich mindestens fünf Seiten aufs Papier zu bringen. Egal, ob es nun tatsächlich für den Roman war oder einfach Notizen für selbigen. Ich muss ehrlich gesagt gestehen, dass ich nicht jeden Tag in der Lage war, ganze fünf (A5-)Seiten zu schreiben. Manchmal waren es weniger, manchmal keine. Doch mein Ziel war, in diesem Zeitraum in etwa 150 Seiten zu schreiben, was mir gelang. Deshalb ist es dennoch als Erfolg zu verbuchen. Das Ende meines ersten Romans war am 1. April zum Greifen nahe.

Doch nun das. Seit dem Ende des Schreibmarathons habe ich keine einzige Seite mehr hinzugefügt. Warum? Ich weiß nicht wieso, aber ich konnte mich einfach nicht dazu aufraffen. Eineinhalb Monate konsequent zu schreiben, ob man nun will oder nicht, ist ganz schön schwere Arbeit. Besonders, wenn dabei die Qualität nicht in Mitleidenschaft gezogen werden soll. Ich habe mein Hirn teilweise stundenlang zermartert, bis in die tiefe Nacht geschrieben (nachts schreibt es sich finde ich ohnehin am besten … wahrscheinlich, weil man schwer von etwas abgelenkt wird) und dann ging es am nächsten Tag wieder weiter. Ob es nun dieser Druck war, dieses „heute muss ich schon wieder fünf Seiten schreiben“ gleich zu Beginn des Tages oder ob meine geistige Materie einfach ausgelaugt und zu Rührei verarbeitet war, kann ich nicht sagen. Aber seit dieser Pflichtgedanke verschwunden ist, habe ich anscheinend inoffiziell Urlaub von meinem Roman genommen. Dabei habe ich jedoch eins bemerkt, als ich mich vor kurzem wieder dazu gesetzt habe:

Mann, war das wieder geil!

Verzeiht meine Ausdrucksweise, aber die Euphorie in meinen Adern kochte in den Stunden wieder so hoch, wie seit langer Zeit schon nicht mehr. Es hat wieder so Spaß gemacht und gerade das soll es ja! In diesen Tagen des Nichtstuns habe ich wieder Ideen gesammelt und vor allem, da ich das Ende selbst noch nicht kannte (bitte dieses Wort geistig ebenfalls zu unterstreichen), war es wie ein aufgestauter Druck, den ich endlich wieder loswerden konnte. Ein Höhepunkt der Gefühle und das wollte ich euch jetzt einfach mal mitteilen. Wären diese Tage nicht gewesen, in denen ich mich einfach von meinem Roman entfernt habe, wäre ich wohl nie auf ein geeignetes Ende gestoßen, das jedoch noch nicht verfasst worden ist. Da fehlen mir dann doch noch ein paar Seiten, aber keine Bange, heute werde ich wahrscheinlich noch weiterschreiben. Ich bin gerade im „Flow“, wenn man so will.

Deshalb kam auch keine Leseprobe online. Ich hatte nicht einmal die Lust, das Dokument zu öffnen und es zu lesen. Der Abstand, den ich gewonnen hatte, hat sich jedoch mehr als gelohnt. Wenn ich jemanden enttäuscht habe, bekommt dieser jetzt eine dicke Entschuldigung von mir!

Entschuldigung

Nebenbei habe ich in meinem Blog eine Über mich-Seite erstellt, genannt Habe Die Ehre!. Sie beschreibt in kurzen Worten, worum’s hier geht und so etwas fehlte hier bis jetzt. Außerdem werde ich ab jetzt jeden Sonntag einen Eintrag posten, damit sich hier was tut 😉

 

Kreativität. Dieser Text hat eine der drei Komponenten bereits verraten, die ich in meinem nächsten Beitrag ansprechen werde. Drei Komponenten, die ich als äußerst wichtig empfinde, um etwas Brauchbares zu verfassen. Teil II folgt nächsten Sonntag!

Liebe Grüße,

Vincent Theodor Thomas

Im Angesicht des Turms

Er teilt den Horizont
Wie kein anderer es vermag
Regt Angst ein ganz gekonnt
Nicht nur heut, sondern jeden Tag

Ragt bis in die Wolken hinein
Steht felsenfest bis in alle Ewigkeit
Die Fassade, so dunkel, so unrein
Voll Schatten und unendlichem Leid

Nur das Böse lauert in ihm
Gierig durchbohrt mich sein Blick
Zwingt mich in die Knie
Nun gibt es kein Zurück.

~ Vincent Theodor Thomas